Entwicklung eines Abfallwirtschaftskonzeptes für die Touristikgebiete des Baikalsees
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Deutsch-Russisches Gemeinschaftsprojekt, gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Berlin und dem Umweltbundesamt (UBA), Dessau im Rahmen des "Beratungshilfeprogramms"
Der Baikalsee ist das größte Süßwasserreservoir in ganz Zentralasien und umfasst 20% der Weltvorräte. Die UNESCO hat das Gebiet.1996 zum Welt-Naturerbe erklärt.

Heute ist der Baikalsee Erholungsgebiet für in- und ausländische Touristen. Jährlich besuchen zehntausende Russen sowie Gäste aus Deutschland, China, Japan, England, Frankreich und der Schweiz das „heilige Meer“. Allein im Gebiet von Irkutsk organisieren mehr als 200 Unternehmen den Tourismus.

Olchon, die größte Insel im Baikalsee, ist die bedeutendste Tourismusregion. Zurzeit ist dort keine geordnete Ablagerung von Müll möglich. Mangels Konzepten und Infrastruktur für Sammlung, Transport, Verwertung und Entsorgung von kommunalem Hausmüll entstanden großflächige, wilde Deponien.

Neben der versteckten Ablagerung von Müll in den umgebenden Wäldern der Siedlungen und Erholungsorte führen die Touristenströme dazu, dass viele der wunderschönen Buchten, Strände und Küsten, insbesondere durch wildes Camping, wie Müllplätze aussehen und ihre touristische Attraktivität verlieren. Die Einzigartigkeit des „blauen Wunders der Welt - Baikal“ geht stückweise verloren und damit auch die Lebensgrundlage für viele Burjaten.

Zweck dieses Projektes ist deshalb die modellhafte Entwicklung und Einführung eines nachhaltigen kommunalen Abfallwirtschaftskonzeptes auf der Insel Olchon. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Department für Umweltschutz des Gouverneurs des Irkutsker Gebietes, der Administration des Kreises Olchon, der Staatlichen Technischen Universität Irkutsk und der örtlichen Nichtregierungsorganisation „Baikalwelle“. Ziel ist die Stärkung der wirtschaftlichen Grundlagen für eine nachhaltige Entwicklung der Region und die Wiederherstellung und Erhaltung der ökologischen Funktion des Baikalsees.

Der Baikalsee spielt eine besondere Rolle in der deutsch-russischen Zusammenarbeit. Das wurde bereits im August 2006 beim Treffen der Parlamentarischen Staatssekretärin Frau Astrid Klug vom deutschen Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit dem Gouverneur des Irkutsker Gebiets, A. Tischanin, betont, bei der das Projekt „Entwicklung eines Abfallwirtschaftskonzeptes für die Touristikgebiete des Baikalsees“ offiziell angekündigt wurde.

Das deutsche Umweltministerium unterstützt das über einen Zeitraum von zwei Jahren ab September 2006 vom Umweltbundesamt im Rahmen des „Beratungshilfeprogramms“ geförderte Projekt.

 

News
Chronik des deutsch-russischen Projektes 2006-2008




Irkutsk-Insel Olchon, Baikalsee, Russland

22.06.-13.07.2008
Das zweite internationale Umweltmanagement-Praktikum an der TU-Irkutsk und auf der Insel Olchon.


Irkutsk-Insel Olchon, Baikalsee, Russland

März-Juni 2008
Ökologisches Ausbildungs- programm in der Mittelschule Num. 1, Siedlung Chugier "Grundlagen für ein Abfallmanagement auf der Insel Olchon".


Irkutsk, Russland

23.-25.10.2007
Internationaler Workshop im Rahmen des deutsch-russischen Gemeinschaftsprojektes "Entwicklung eines Abfallwirtschaftskonzeptes für die Touristikgebiete des Baikalsees", Irkutsk.


Insel Olchon, Baikalsee, Russland

Praktikum der Internationalen Ökologischen Sommerschule "Abfallmanagement in den Touristikgebieten des Baikalsees" Deutsch-Russisches Gemeinschaftsprojekt vom 23.06-06.07.2007


TU Irkutsk, Russland

Internationalen Ökologischen Sommerschule "Abfallmanagement in den Touristikgebieten des Baikalsees" am 18.-19. Juni 2007


Irkutsk, Russland

Treffen der Parlamentarischen Staatssekretärin Astrid Klug am 21.08.2006 mit dem Gouverneur des Gebiets Irkutsk.